MEINE WEGE – Sung-Yon Lee

 

EINIGE WICHTIGE STATIONEN IN MEINEM LEBEN

- Geboren und aufgewachsen in Südkorea
- Studium Industriedesign und Keramik an der

  Seoul National University, Korea
- Studium Textildesign und Malerei an der Hochschule

  für bildende Künste Hamburg

- Begegnung mit buddhistischen Lehren

- Zahlreiche Ausstellungen und Performances in Deutschland,

  USA, Schweden, Frankreich und Korea
- Geburt der Tochter
- Dreijährige Weiterbildung in der Kontemplativen Psychologie 

  (Karuna-Training) in Deutschland plus einjähriges

  Aufbautraining in Wien
- Zulassung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie (Hamburg)


DIE WEGE NACH INNEN UND NACH AUSSEN
Aufgewachsen bin ich in einer katholischen Familie in Süd-

korea, wo viele verschiedene Religionen ihre Wurzel geschla-

gen haben: Schamanismus, Daoismus, Konfuzianismus, Buddhismus und Christentum etc.
Als katholische Christin interessierte ich mich sehr für die Mystiker-Tradition und die ökumenische Bewegung von Taizé. 1992 begann ich buddhistische Meditationen zu lernen, zuerst

in einer tibetischen Tradition. Seit 2002 praktiziere ich Zen in

der internationalen Kwan Um Zen Schule - gegründet vom koreanischen Zen-Meister Seung Sahn.
Meine Mutter prägte tief mein alltägliches Leben durch ihr achtsames Tun, was auch immer es war. Yoga aus daoistischer Tradition und bewusste Ernährung sind auch ihr wichtiges Erbe an mich. Mein Vater lehrte uns Mitgefühl und Geduld, nicht durch Worte sondern durch sein Tun selbst.

Aus dem tiefsten Bedürfnis heraus, meine vielfältige Interessen miteinander zu verbinden, und um herauszufinden, was ich in meinem letzten Lebensabschnitt tun wollte, entschied ich mich 2006 für das dreijährige Karuna-Training – angewandte Kontemplative Psychologie. Dies absolvierte ich 2011 in Deutschland, und es folgte ein Aufbautraining in Wien.

Der Erkundungsweg selbst sollte mein neuer Weg werden!

 

Nach der Ausbildung und der Zulassung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie konnte ich einen Ausschnitt der Struktur, Methoden und der geistigen Haltung der westlichen Psychiatrie erwerben, als Praktikantin in einer psychiatrischen Tagesklinik in Norddeutschland. Dies rundete schließlich den Zugang zum neuen Weg ab.

Seit 2011 habe ich Einzel- und Paargespräche, Seminare, Achtsamkeitstraining, Supervision und kreative Workshops in meiner eigenen Praxis angeboten, und seit November 2025 in einem sehr schönen Raum des Zen-Dojos Hokyo in Hamburg-Ottensen. Als Senior Dharma Lehrerin leite ich die Gruppe Hamburg der Kwan Um Zen Schule Deutschland e.V.

 

KUNST - MEIN NÄHRBODEN
Ich bin aufgewachsen zwischen den Wollgarnen, Farbeimern         zum Färben der Wolle und der Strickmaschine meiner Mutter. Auch meine Tante als Erzieherin ließ mich stets an ihrem Malen und Basteln teilhaben, so daß ich schließlich in die Kunsthochschule ging und Design studierte.


Als ich mich in den achtziger Jahren doch ganz der Malerei (an der Hochschule für bildende Künste Hamburg) widmete, richtete sich mein Blick immer tiefer auf die inneren Landschaften der Menschen. Die Einheit von Körper und Geist, die ich im Tanzen  entdeckte, erlebte ich in der asiatischen Kalligraphie, so entwickelte ich daraus meine eigene Art in der Malerei.

In diesem Prozess kam ich ernsthaft mit Zen in Berührung, da die Essenz der Kalligraphie aus Einheit des Körpers und des Geistes besteht, wie es im Zen praktiziert wird. Meine abstrakte Malerei öffnete sich auch dem Figürlichen weiter, so dass sie zu keinem bestimmten Stil zu kategorisieren ist, wie unsere innere Landschaft eben so ist.

Von der ersten Einzelausstellung im Jahr 1988 bis zur Letzten 2011 habe ich meine Arbeiten in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland präsentiert und gemeinsame Performance mit Musikern und TänzerInnen in Deutschland, Frankreich und Korea aufgeführt.

 

Zur Zeit ist die Malerei nicht mehr der aktive Schwerpunkt meines Lebens, aber Kunst ist der lebendige Nährboden in allem, was ich tue.

 

 

 

 

 

 

 

Dezember 2025